Koicha: der dicke Matcha der japanischen Zeremonien

Bei der japanischen Teezeremonie gibt es zwei Zubereitungsarten. Usucha – der feine, schaumige Tee – ist den meisten bekannt. Koicha ist die andere: dunkel, dicht, dick wie eine Soße.

Koicha ist nichts für jeden Tag. Es ist ein ganz besonderes Erlebnis.

Usucha vs. Koicha: Die beiden Yin und Yang des Matcha

Usucha („dünner Tee“) verwendet 1 bis 2 g Matcha auf 70-80 ml Wasser. Er wird kräftig geschlagen, um einen feinen Schaum zu erzeugen. Leicht, luftig, zugänglich.

Koicha („dicker Tee“) verwendet 3 bis 4 g Matcha auf nur 40-50 ml Wasser. Er wird nicht kräftig geschlagen – er wird langsam, mit kreisenden Bewegungen, zu einer glatten, glänzenden Paste ohne Schaum verarbeitet.

Warum Koicha einen außergewöhnlichen Matcha erfordert

Beim Usucha mildern Schaum und Wassermenge die Mängel eines gewöhnlichen Matcha. Beim Koicha gibt es nichts zu verstecken: Die Qualität des Pulvers ist sofort in ihrer Gesamtheit wahrnehmbar.

Ein gelungener Koicha mit einem großartigen Matcha ist sensorisch bemerkenswert reichhaltig: geschmackvoll, weich, dicht, mit einem tiefen Umami. Ein Koicha, der mit einem minderwertigen Matcha zubereitet wird, ist ungenießbar.

Die Tradition: Bei formellen Zeremonien wird Koicha zuerst serviert und in derselben Schale von mehreren Personen geteilt. Dies ist ein Akt des Vertrauens und der Einigkeit. Usucha wird anschließend in einzelnen Schalen serviert.

Wie man Koicha zu Hause zubereitet

  1. 3-4 g Matcha in Zeremonialqualität in eine Chawan sieben
  2. 40-50 ml Wasser mit 75°C hinzufügen
  3. Langsam mit dem Chasen in kreisenden Bewegungen bearbeiten (kein schnelles Schlagen)
  4. Die Textur sollte glatt, glänzend, ohne Klumpen oder Schaum sein
  5. Sofort in einer warmen Schale servieren (zuvor mit heißem Wasser erwärmt)

FAQ

F: Eignet sich Saemidori für Koicha?
A: Ja, aber der traditionelle Koicha bevorzugt umami-reichere Kultivare wie Okumidori. Saemidori ergibt einen blumigen und milden Koicha – anders als der klassische Koicha, aber angenehm und zugänglich.

F: Kann man Koicha süßen?
A: In der japanischen Tradition wird Koicha mit einem Wagashi (japanische Süßigkeit) serviert, das vor dem Trinken des Tees gegessen wird – niemals direkt gesüßt. Die äußere Süße ermöglicht es, den reinen Koicha zu genießen.

Origin Saemidori entdecken →

Zurück zum Blog